Was tun wir, wenn der Zug Verspätung hat?

Der öffentliche Verkehr in der Schweiz ist effizient, (meist) pünktlich und buchstäblich überall verfügbar. Auf Bahngleisen können wir mehr als 5.200 Kilometer (3.200 Meilen) zurücklegen. Im Jahr 2017 betrug die durchschnittliche Pendelstrecke in der Schweiz 15 Kilometer (9,3 Meilen) und dauerte rund 30 Minuten, wie das Bundesamt für Statistik mitteilte. Über 50% der Pendlerinnen und Pendler fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu ihrem Arbeitsplatz.

Die Menschen in der Schweiz sind dafür bekannt, dass sie pünktlich sein wollen, weshalb sie bei Verspätungen leicht gestresst sind. Und wenn das passiert, habe ich das gleiche Verhalten beobachtet, wie John Stepper seinem letzten Blog “Was werden Sie tun, wenn der Zug Verspätung hat?

“Doch dieses Wunder der Pünktlichkeit ist schnell vergessen, wenn ein Zug Verspätung hat oder, Gott bewahre, ausfällt. Wenn das passiert, spüre ich die Irritation und die Wut im Bahnwagen und draußen im Bahnhof. Die Menschen äussern ihren Unmut mit lauten Seufzern und Beschwerden. Sie gehen in die sozialen Medien, um eine Dosis Negativität und Sarkasmus zu “teilen”. Sie sprechen das überforderte Zugpersonal an und verlangen Antworten, die das Personal normalerweise auch nicht hat.

Wenn Sie innehalten und Fragen stellen, hilft Ihnen das, die weiter entwickelten Teile Ihres Gehirns zu beschäftigen, damit Sie eine achtsame Wahl treffen können, die für Sie und alle um Sie herum besser ist. Es verändert Ihre Beziehung zu der Situation, zu sich selbst und zu anderen, so dass Sie effektiver arbeiten und mehr Möglichkeiten nutzen können. Wenn Sie nicht mit dem Zug fahren, was könnte sonst Ihr Auslöser sein? Vielleicht, wie bei mir, ist es das Warten im Verkehr oder die Schlange im Supermarkt. Vielleicht ist es eine unangenehme Interaktion oder ein Zwischenfall bei der Arbeit oder zu Hause.

Wir können uns wünschen, dass bestimmte Dinge nicht passieren, aber wir können sie nicht kontrollieren. Alles, was wir kontrollieren können, ist unsere Reaktion, und das erfordert Übung. Der Autor von How to Train a Wild Elephant, einem Buch über die Zähmung des Geistes, drückt es so aus: “Wenn wir den Karren des Verstandes nicht immer wieder dieselben tiefen Furchen hinunterlaufen lassen, denselben alten Hügel hinunter, in denselben alten Sumpf, werden sich die Furchen irgendwann füllen. Irgendwann werden sich unsere gewohnten Zustände der Irritation und Frustration über so etwas wie Warten auflösen. Das braucht Zeit, aber es funktioniert. Und es lohnt sich, denn alle um uns herum werden davon profitieren.”

Ich wünsche Euch allen eine gute Woche!

Finnischer DAYCATCHER

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