Was bitte ist Achtsamkeit genau?

Ich hörte von einem früheren Arbeitskollegen, dass er an einem Mindfulness-Based Stress Reduction Training (MBSR), was auf Deutsch soviel heisst wie „Stressbewältigung durch Achtsamkeit“, teilgenommen hatte. Was ich dann weiterführend auf der Webseite beim Zentrum für Achtsamkeit in Zürich – http://www.centerformindfulness.ch – gelesen habe war super spannend.

«Achtsamkeit bedeutet, auf eine bestimmte Weise aufmerksam zu sein: bewusst, im gegenwärtigen Augenblick und ohne zu urteilen. Diese Art der Aufmerksamkeit steigert das Gewahrsein und fördert die Klarheit sowie die Fähigkeit, die Realität des gegenwärtigen Augenblicks zu akzeptieren. Sie macht uns die Tatsache bewusst, dass unser Leben aus einer Folge von Augenblicken besteht. Wenn wir in vielen dieser Augenblicke nicht völlig gegenwärtig sind, so übersehen wir nicht nur das, was in unserem Leben am wertvollsten ist, sondern wir erkennen auch nicht den Reichtum und die Tiefe unserer Möglichkeiten zu wachsen und uns zu verändern …

Achtsamkeit ist eine einfache und zugleich hochwirksame Methode, uns wieder in den Fluss des Lebens zu integrieren, uns wieder mit unserer Weisheit und Vitalität in Berührung zu bringen.» (Kabat-Zinn, 1998)»

Für mich selber muss ich ehrlicherweise jedoch eingestehen, dass die Achtsamkeit in den einzelnen Momenten bei weitem nicht losgelöst von den Emotionen ist und dass meine Wahrnehmungen in den Momenten auch nicht wirklich wertfrei sind. Und trotzdem habe ich realisiert, dass ich auch Dank meines Journals bei Daycatcher mehrmals täglich einen ganz bewussten Stopp einlege, die Geschehnisse und Muster reflektiere und dass ich mir dem «Wert» eines jeden Tages auch während des Tages viel bewusster bin.

Gemäss den weiteren Ausführungen unten habe ich also noch viel Potential mich zu entwickeln. Ich freue mich drauf!

«Normalerweise laufen viele psychische Prozesse nur teilweise bewusst ab, wir laufen sozusagen im Autopiloten-Modus (Kabat-Zinn, 1990) und agieren, respektive reagieren häufig gemäss tief eingeübten Gewohnheitsmustern, die nur schwer zu durchbrechen oder zu verändern sind. Statt präsent zu sein, hängen wir in Gedanken der Vergangenheit nach oder planen für die Zukunft. Durch das Training von Achtsamkeit lernen wir, uns der körperlichen, emotionalen und geistigen Prozesse von Moment zu Moment in einer unmittelbaren, nicht-wertenden, gelassenen und kontinuierlichen Weise gewahr zu sein (Grossman, 2004).»

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