Wasserfall

Auch Glück und Unglück haben ein Ablaufdatum

Auch Glück und Unglück haben ein Ablaufdatum. Glücklich sein muss immer wieder bewusst in kleinen Dingen erneuert werden. Unglück wird mit der Zeit relativiert und Normalität kehrt ein.

Wir möchten hiermit einen Artikel, der letzten Freitag in der Schweizer NZZ erschienen ist, in etwas gekürzter Form mit Euch teilen. Er handelt davon, dass beides, Glück und Unglück nicht ewig anhält.

Die Psyche versucht immer in eine «Normalität» zurückzufinden

«Der Mensch ist biologisch darauf eingestellt, sich an Reize und Situationen – gute wie auch schlechte – zu gewöhnen. «Die Wahrheit ist: Schlechte Dinge beeinflussen uns nicht so sehr, wie wir es erwarten würden. Das Gleiche gilt aber auch für gute Dinge», schliesst der US-Psychologe Daniel Gilbert aus zahlreichen Forschungsergebnissen. Bei negativen Ereignissen hilft unser «psychologisches Immunsystem» dabei, zu einem Leben in Normalität zurückzufinden.»

Wir sind anpassungsfähiger als gedacht

«Die Forscher untersuchten, wie sich einschneidende Lebensereignisse, etwa Verlust des Partners, Arbeitslosigkeit, Krankheit, Heirat, Trennung oder Scheidung, auf die Lebenszufriedenheit auswirken. Das Ergebnis: Kurz nach dem Ereignis zeigt sich ein starker Effekt. Menschen sagen zwar korrekt vorher, dass die Veränderung nicht von Dauer sein wird, trotzdem unterschätzen sie meist ihre Anpassungsfähigkeit. Wer einen Partner verloren hatte, dessen Lebenszufriedenheit war – entgegen der eigenen Vorhersage – drei Jahre später wieder so hoch wie vor dem Verlust.»

Lebenszufriedenheit hängt wenig von äusseren Umständen ab

«Überhaupt scheint die Lebenszufriedenheit weniger von äusseren Umständen abzuhängen, als man allgemein denkt. Es gibt zahlreiche Hinweise darauf, dass unsere Lebenszufriedenheit zu einem guten Teil genetisch bedingt ist. Wahrscheinlich spielen auch die Erziehung und frühe einschneidende Erfahrungen eine Rolle. Über die Dauer des Lebens ist sie aber relativ stabil….

Unsere Zufriedenheit lässt sich nicht dauerhaft maximieren. Aber den Gewöhnungseffekt kann man aushebeln. Die US-Forscher Ed O’Brien und Robert W. Smith von der University of Chicago und der Ohio State University haben gezeigt, dass Alltagshandlungen wieder mehr Freude bereiten, wenn man sie auf neue Art und Weise ausführt.»

Neues im Gewohnten suchen, jeden Tag auch während der Pandemie

«Unsere Anpassungsfähigkeit erkennen wir oft erst im Nachhinein und warten stattdessen auf äussere Veränderungen, die uns für kurze Zeit glücklicher machen, nur um uns dann wieder über neue Dinge zu ärgern…

Auf Lebensbereiche fokussieren, die durch die Pandemie nicht betroffen sind – es gibt sie bestimmt. Neues im Gewohnten suchen. Nicht nur an unser körperliches Immunsystem denken, sondern auch an unser psychologisches.»

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Quelle:

NZZ 10. April 2021, Glück und Unglück haben ein Ablaufdatum» von Maria Douneva

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