Nichts-Tun ist auch eine Form des Tuns

Als Gedankenanregung ein Auszug eines wundervollen Artikels von Klaus Eidenschink der neulich auf LinkedIn erschienen ist.

Nichts-Tun ist auch eine Form des Tuns

Pausen im großen und kleinen Stil sind großartig: Urlaub, Sabbatical, Weltreise, 4-Tage-Woche, Elternzeit, Mittagsruhe, Siesta – der Namen sind viele. Doch schnell entsteht die Frage „Wie die Pause füllen? Was tun?“

Man lernt in unserer Kultur von klein auf, dass es darum geht, aus Pausenzeit etwas zu machen und sie zu füllen. Oft soll die Füllung auch noch besonders sinnvoll sein oder man soll die Pause nutzen, um Versäumtes nachzuholen.

Pausen, die mit Tun gefüllt werden verhindern Bewusstsein

Wenn Pause das Funktionieren erhalten soll, indem man es unterbricht, sich erholt und dann wieder funktioniert, reicht das. Wenn Pause die Funktion haben soll, dass sie Orientierung gibt, was nach der Pause wichtig und richtig ist, dann reicht es nicht. Pausen, die mit „Tun“ gefüllt werden, verhindern, dass innere Impulse ins Bewusstsein kommen und subtilere Innenreize das Erlebensfeld bereichern.

Gewahrsein braucht Pausen des Aktivseins

Die Aktivität liegt also nicht im äußeren Tun, sondern in innerer Aufmerksamkeit. Das alte deutsche Wort dafür ist Gewahrsein. Gewahrsein aber braucht Pausen des Aktivseins.

Wer seine Zeitpausen ausschließlich mit Aktivitäten füllt, droht Gefahr zu laufen, seine Fähigkeit zum Gewahrwerden seiner ureigenen Sinnesfreuden zu verlieren. Bei allem äußerem Reichtum an Erlebnissen entsteht eine innere Armut an Empfindungen.

Der Reichtum liegt im Innenleben

Der unerschöpfliche Reichtum des Lebens liegt im Innenleben, das sich offenbart. Alles Äußere nutzt sich ohne dieses Innen ab und wird schal.

Darum ein Lob der nicht gefüllten Pause.

Quelle: Klaus EidenschinkAlles Leichte ist schwer, bevor es leicht wird

https://eidenschink.de

https://www.linkedin.com/posts/klaus-eidenschink-4180a292_metatheoriederveraenderung-activity-6824708362001764352-wIuw

 

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