DayCatcher: Für mehr Achtsamkeit im Leben

Auf einem Medizinerkongress hörte ich jüngst einen Vortrag zum Thema Burnout. Dabei ist mir etwas ganz besonders hängengeblieben: (Nicht nur) nach einem Zusammenbruch muss man für den Weg zurück ins Leben Pausen bewusst einplanen. Morgens, nachmittags und abends gibt es aktive, geplante Phasen – aber eben auch Ruhephasen, in denen man bewusst nichts macht.

Ich kenne das Problem aus meinem Leben: Sobald die Kinder aus dem Haus sind, setze ich mich sofort an den PC und arbeite fieberhaft und konzentriert. Das tue ich so lange, bis ich um 11:45 Uhr merke: Scheisse, ich muss ja kochen. Dann unterbreche ich die Arbeit, flitze in die Küche und zaubere etwas Essbares für mich und die Kinder. Es folgt ein emotional anstrengendes «Abholen» der Jungmannschaft nach dem ereignisreichen Schul- und Kindergartentag. Ich lasse mich da voll auf ihre Geschichten, ihren Alltag, ihre Sorgen ein. Auf mich selber achte ich nicht. Danach bin ich mit den Kindern zusammen oder arbeite quasi mit einem Finger an der Tastatur weiter, weil das Büro meist genau dann brennt, wenn ich eigentlich nicht da bin – Murphy‘s Law und so.

Wenn die Kids aber mittags nicht nachhause kommen, arbeite ich morgens, bis ich mir um den Mittag herum hastig mein Essen aufwärme, dann arbeite ich weiter, bis ich abends die Kinder in der Kita abhole. Danach folgt wieder das emotional anstrengende «Abholen» der Kinder und ihrem Tag. Wie es mir geht, fragt keiner.

Es. Gibt. Keine. Pause.

Kunststück, bin ich dauererschöpft, das wurde mir nach dem Hören des Vortrags einmal mehr klar.

Also habe ich mir vorgenommen, bewusste Pausen einzubauen. Zeit, in der ich NICHTS tue. Auch nicht ins Fitness renne. Gar nicht so einfach für ein Duracell-Häschen wie mich. Ich sollte wohl mehr Koala sein.

Achtsamkeit: Der Weg ist das Ziel

So traf es sich ganz gut, dass ich diesen Herbst von DAYCATCHER angefragt wurde, ob ich ihre Ambassadorin sein möchte. Meine Bucket List, mein Tanz auf dem Ätna diesen Sommer waren den Machern bzw. der Macherin aufgefallen. Die progressive Web-App ist ein digitales Journal und hilft dabei, mehr Achtsamkeit ins tägliche Leben zu integrieren. Genau mein Ding also!

Die Vision der Plattform ist es, die User dazu zu inspirieren, achtsamer im Alltag und damit auch zufriedener und widerstandsfähiger zu sein. Wer möchte, kann – muss aber nicht – seine täglichen Journal-Einträge (Catches) auch teilen und sich somit mit anderen Nutzern sozial vernetzen bzw. sich von diesen inspirieren lassen. Aufhänger ist dabei immer ein Bild. Das klingt ganz nach Instagram oder dem «Wochenende in Bildern» (bei dem ich noch nie mitgemacht habe…) bei den Elternbloggern. Ist es aber nicht.

DayCatcher richtet sich an Leute, die nicht auf Facebook, Instagram und Co. unterwegs sein wollen und sich nicht gerne exponieren. Es geht nicht um das perfekte Bild – no filter ist die Devise! Auch wer eben keinen Blog hat, um seine Erlebnisse festzuhalten, ist bei DayCatcher an der richtigen Stelle. Wofür seid ihr dankbar an diesem speziellen Tag, was habt ihr erlebt? Woran möchtet ihr euch später noch erinnern? Habt ihr heute einfach mal innerlich PAUSE gemacht, euer Leben bewusst wahrgenommen?

Der Content kann zudem zu jedem Zeitpunkt exportiert und ausgedruckt werden – das kann Instagram zum Beispiel nicht. DayCatcher ist für mich ein modernes Tagebuch, das dabei hilft, sich an den kleinen Dingen im Leben zu erfreuen. Damit kein Tag einfach «ungelebt» an uns vorbeirauscht. Denn ganz ehrlich: Es gibt so viele Tage, wo ich abends nicht mehr weiss, was ich am Tag eigentlich gemacht habe.

Das Achtsamkeits-Tool gibt es in einer Gratisversion und für eine Mitgliedschaft von CHF 52 im Jahr. Gratis Mitglieder (stille Mitglieder) können ihr Journal nicht sichtbar machen und können daher auch nicht bei anderen kommentieren oder Nuggets (analog zu Likes oder Herzchen) verteilen oder an sog. Quests teilnehmen. Sie können jedoch alle offenen Journale sehen und haben in ihrem eigenen Journal alle Funktionen zur Verfügung inkl. Export. Die Krankenkasse SWICA ist übrigens Kooperationspartner.

Ich freue mich sehr, euch in Zukunft als Ambassadorin von DayCatcher mit auf meinen persönlichen Weg zu mehr Achtsamkeit mitzunehmen. Ich selbst bin als «On the rocks» abseits von Instagram und Co. auf DayCatcher unterwegs.

Severine Bonini
Mama on the Rocks

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